Wolfhagen Eine ZDFzoom-Dokumentation hat in Wolfhagen für große Überraschung gesorgt. Denn immerhin war die Moschee im Bahnhof in Wolfhagen zentraler Gegenstand des Berichtes. Darin werden schwere Vorwürfe von Bespitzelung eines Moscheebesuchers und eine Gewaltstraftat der Vereinsleitung vorgeworfen.

Jugendpflege soll Bericht über die Vereinsarbeit verfassen

Die Junge Union (JU) Wolfhagen fordert zu den Bespitzelungsvorwürfen eine vollständige Aufklärung: „Hier müssen die Bedenken, die seit Eröffnung gegen den DITIB-Dachverband existieren und scheinbar berechtigt waren, ernst genommen werden“, so der Vorsitzende der Jungen Christdemokraten, Daniel Rudenko (CDU).

Die Vorwürfe werden dabei von einem 18-Jährigen erhoben, für den die Jugendpflege zuständig ist. Die JU stellt deshalb die Forderung auf, dass die städtische Jugendpflege in Wolfhagen einen ergebnisoffenen Bericht über die Jugendarbeit in der Wolfhager Moschee verfassen soll. Dieser soll die Angebote des Vereins darstellen und klären, ob es sich bei den erhobenen Vorwürfen der Bespitzelung um einen Einzelfall handelt. Grundlage für den Bericht sollen Gespräche von Mitarbeitern der Stadt mit den Verantwortlichen der Moscheegemeinde und des Vereines, sowie mit jugendlichen Besuchern und ehemaligen Besuchern des Vereines sein.

Vom Verein erwarten die jungen Kommunalpolitiker einen ernsten Aufklärungswillen und die Kooperation mit den Mitarbeitern der Stadt Wolfhagen. Es liege auch im Interesse des Vereins, die Vorwürfe und Bedenken, die zu lange nicht ernstgenommen wurden, zu erklären.

Strafverfahren muss abgewartet werden

Bezüglich der Ermittlungen im Strafverfahren hat die JU Wolfhagen vollstes Vertrauen in die Arbeit der Sicherheitsbehörden.

„Im Gegensatz zur Türkei möchten wir in Deutschland an grundlegenden Prinzipien des Rechtsstaates festhalten und dazu gehört die Unschuldsvermutung“, so Rudenko. Somit möchte sich die JU nicht zu einer laufenden Ermittlung äußern, unterstützt aber die Erklärung von Bürgermeister Reinhard Schaake (parteilos), dass bei einer Bestätigung der Vorwürfe es Konsequenzen geben muss.

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