Landkreis Kassel Am vergangenen Donnerstag, den 10. September, fand zum ersten Mal seit den 90ern ein bundesweiter Warntag statt. Dabei sollten die Möglichkeiten der Behörden getestet werden, um die Bevölkerung bei Katastrophen zu warnen. Das Bundesinnenministerium wertet den Warntag als Fehlschlag. Ähnlich lautet die Kritik der örtlichen Jungen Union (JU).

Warntag verdeutlichte Probleme

Bei dem Warntag handelte es sich um eine Übung und das sei auch gut so: „Es sind einige Mängel deutlich geworden, die nun korrigiert werden müssen“, so der Vorsitzende der JU im Landkreis Kassel, Daniel Rudenko. So haben einige Kommunen keine Sirenen-Anlagen mehr oder sie sind noch nicht digitalisiert. Dies war der Grund, warum nicht nur im Landkreis Kassel, sondern in ganz Nordhessen außerhalb der Stadt Kassel keine Sirene ertönte.

Weiterhin lösten die unterschiedlichen Warn-Apps verzögert oder gar nicht aus und haben die Bürger somit nicht erreicht. Außerdem können nicht alle Bürger durchgehend auf ihre Handys zugreifen – zum Beispiel auf der Arbeit oder in den Schulen – sodass diese ebenfalls nicht informiert werden konnten.

„Landkreis Kassel muss seine Hausaufgaben machen“

Die jungen Christdemokraten fordern deshalb die Kommunen im Landkreis Kassel auf, digitale Sirenen einzurichten. „Es muss im Ernstfall sichergestellt sein, dass alle Bürger erreicht werden“, so Rudenko. Dies sei durch ein flächendeckendes Sirenen-Netz am besten gewährleistet. Schon am nächsten bundesweiten Warntag im kommenden Jahr sollte der Landkreis Kassel besser vorbereitet sein.

Auch sollen beim nächsten Warntag nach Möglichkeit Schulen und Unternehmen in die Übung einbezogen werden. Damit das Ziel des Warntags erreicht wird, nämlich die Bevölkerung zu sensibilisieren, müssen die Bürger dort abgeholt werden, wo sie sich aufhalten.

Die Junge Union fordert außerdem, die Möglichkeit Bürger per SMS über Gefahrenlagen zu informieren und die Vereinheitlichung der unzähligen Warn-Apps zu prüfen, um somit noch mehr Bürger zu erreichen.

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